Sonntag, 13. Februar 2011

Spiegelungen auf der Quantenleinwand


Von den alten Veden, die manche für 7000 Jahre alt halten, bis zu den 2000 Jahre alten Schriftrollen vom Toten Meer zieht sich das Thema durch, dass die Welt ein Spiegel von Ereignissen ist, die sich auf einer höheren Ebene zutragen. In seinem Kommentar zu den neuen Übersetzungen eines Fragments der Schriftrollen vom Toten Meer Die Lieder des Sabbbat-Opfers fasst der Übersetzer den Inhalt mit den Worten zusammen: “Was auf Erden geschieht ist nur ein blasser Abglanz einer größeren, letzten Wirklichkeit.”

Sowohl die Quantentheorie als auch die alten Texte weisen darauf hin, dass wir in den Bereichen des Unsichtbaren die Muster für unsere Beziehungen, Karrieren, Erfolge und Niederlagen der sichtbaren Welt anlegen. Aus dieser Sicht wirkt die göttliche Matrix wie eine große kosmische Leinwand, auf der wir die auf das physische Medium des Lebens projizierten nichtphysikalischen Energien unserer Gefühle und Überzeugungen (unseres Ärgers, unseres Hasses und unserer Wut, aber auch unserer Liebe, unseres Mitgefühls und Verständnisses) betrachten können.

Genauso wie eine Filmleinwand ohne jeden Vorbehalt das Bild dessen zeigt, was gefilmt wurde, scheint auch die Matrix vorbehaltlos unsere inneren Erfahrungen und Überzeugungen in die Welt zu spiegeln. In unseren Beziehungen “zeigen” wir manchmal unbewusst und manchmal bewusst unsere tiefsten Überzeugungen - von Mitgefühl bis zum Betrug.

Wir sind die Künstler und das Kunstwerk

Wir sind wie Künstler, wir bringen unsere tiefsten Leidenschaften, Ängste, Träume und Sehnsüchte auf der lebendigen Essenz einer geheimnisvollen Quanten-Leinwand zum Ausdruck. Doch im Gegensatz zu der gewöhnlichen Leinwand der Maler, die zur jeweiligen Zeit nur an einem Ort existiert, besteht unsere Leinwand aus dem gleichen Stoff, aus dem auch alles andere besteht - sie ist überall und allgegenwärtig.

Wir wollen die Analogie noch einen Schritt weiterführen. Gewöhnlich sind Künstler etwas anderes als ihr Kunstwerk. Mit Hilfe ihrer Werkzeuge erzeugen sie aus einer inneren Schöpfung ein äußeres Werk. In der göttlichen Matrix löst sich die Trennung zwischen Kunstwerk und Künstler jedoch auf: Wir sind genauso die Leinwand wie auch die Bilder, die auf ihr abgebildet sind. Wir sind die Werkzeuge und der Künstler, der sie einsetzt.

So wie ein Künstler ein Bild so lange überarbeitet, bis es mit seiner inneren Vorstellung übereinstimmt, scheinen auch wir durch den göttlichen Urgrund unser Leben zu gestalten. Die Palette unserer Überzeugungen, Vorbehalte, Emotionen und Gebete wirft uns mit verschiedenen Individuen an unterschiedlichen Orten in Beziehungen, Aufgaben und Situationen von Unterstützung und Verrat. Doch gleichzeitig kommen uns diese Menschen und Situationen oft auf unheimliche Weise bekannt vor. Sowohl individuell als auch gemeinsam leben wir in einem endlosen Kreislauf der Schöpfungen unseres Innenlebens, Augenblick um Augenblick, Tag um Tag, Jahr um Jahr. Welch herrliches, merkwürdiges, machtvolles Konzept!
So wie ein Maler in dem Bemühen, eine Idee möglichst vollkommen zum Ausdruck zu bringen, immer wieder die Leinwand bearbeitet, arbeiten auch wir immer weiter an unseren endlosen Schöpfungen.

Die Konsequenz dieser Vorstellung, von einer von uns selbst formbaren Welt umgeben zu sein, sind weitreichend und vielleicht ein wenig beängstigend. Unsere Fähigkeit, den göttlichen Urgrund absichtsvoll und schöpferisch zu nutzen, versetzt uns in die Lage, alles an unserem Verhältnis zum Universum zu ändern. Zumindest legt sie nahe, dass im Leben sehr viel mehr möglich ist, als zufällige Ereignisse und gelegentliche Synchronizitäten, aus denen wir das Beste zu machen versuchen.

Unsere Beziehung zur Quantenessenz, die uns mit allem verbindet, erinnert uns daran, dass wir selbst Schöpfer sind. Als Schöpfer können wir alles, unsere tiefsten Sehnsüchte nach Heilung, Fülle, Freude und Frieden, in allem, von unserem Körper bis zu unseren Beziehungen, bewusst zum Ausdruck bringen, zu der Zeit und in der Form, wie wir es für richtig halten.

Auszüge aus dem Buch: “Im Einklang mit der göttlichen Matrix” von Gregg Braden - Koha Verlag.

Dienstag, 28. April 2009

Die Chance in der Krise erkennen und ergreifen 


Spirituelle Intelligenz statt Rückschritte in alte Verhaltensweisen

Wir bewegen uns in Zeiten starker Energien und großer Umwälzungen. Enorme Herausforderungen wie Finanzkrise, globale Erwärmung und Umweltbelastungen schütteln das Massenbewusstsein und erfordern eine Erweiterung unserer bisherigen Sicht auf die Welt und auf unser Selbst. Die Krise, die wir augenscheinlich erfahren, birgt eine enorme Chance für die menschliche Entwicklung. Doch gerade dann, wenn die Stürme des Lebens toben, und gewohnte Sicherheiten wegbrechen, verlieren wir leicht unsere Mitte, werden unachtsam und fallen zurück in alte Muster und Verhaltensweisen.

Gehirnforscher haben festgestellt, dass wir in Ausnahmezustän-den, in bedrohlichen Lebenssituationen und immer dann, wenn Angst vorherrscht, aus unserem Reptiliengehirn heraus handeln. Dieser älteste Teil unseres Gehirns reguliert die primitiven Funktionen unseres Körpers, wie Selbstverteidigungs- und Angriffsmechanismen. Seine "Philosophie" ist 100% Wettbewerb und die reptilische Reaktion heißt Flucht oder Kampf. Hier gilt das Gesetz des Stärkeren. Die Angst beherrscht uns unbewusst schon lange und deshalb kämpfen wir trotz Überfluss um unser Überleben. Oft auf destruktive Weise gegeneinander in einem unerbittlichen Wettkampf um Geld, Besitz und Ressourcen. Es ist die Zeit der Schattenkämpfe. Alles was wir bislang sorgfältig zurückgehalten und unterdrückt haben, kehrt in einer Krise zurück. Dann schwingt die Angst machtvoll die Schwerter zur Abwehr gegen eine vermeintlich feindliche Umwelt. All das kennen wir gut. Es ist teil unseres Kulturgutes im alten kollektiven Geist. Was in der Krise nach oben an die Oberfläche unseres Bewusstseins gespült wird, kann uns mitreissen in einen immer stärker werdenen Angstsog. Hier liegt das größte Risiko, die Gefahr, der wir wach und bewusst ins Auge blicken sollten.


Die Wurzel des Übels erkennen bringt Heil

Schon Albert Einstein wusste, dass wir die Probleme dieser Welt nicht mit den Kompetenzen und Mitteln lösen können, die sie auch verursacht haben. Vielmehr ist es notwenig sich der Wurzel des Übels bewusst zu werden. Wenn dies geschieht, wendet sich das Blatt und die Krise kann als Chance wahrgenommen und bewältigt werden. Wie sieht das nun in der Praxis aus?
Fragen wir uns, was in die Krise geführt hat und schauen wir genau hin, so können wir erkennen, dass es unsere unbewusste kollektive Gier war, die ein Wirtschafts- und Geldsystem geschaffen hat, das ein fortdauerndes Wachstum beabsichtigt und dies entgegen den Naturgesetzen. Jetzt dafür die Schuld bei den Bankern und Investoren suchen zu wollen ist zwar menschlich jedoch falsch. Wir alle haben mitgewirkt an diesem System.

Schauen wir der Gier noch tiefer ins Auge, dann sehen wir, dass sich hinter ihr der wahre Antreiber, die Angst, versteckt. Es ist die Angst davor, nicht genug zu haben beziehungsweise alles wieder zu verlieren, die uns in ein maßloses Raffen und Anhäufen von Besitztümern getrieben hat. Freiheit kann auf diese Weise nicht erwirkt und erfahren werden. Ob wir weiterhin die Sklaven der Gier, des Größenwahns und der Angst sein werden, liegt jetzt in der Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen. Zusammen bilden wir die kollektive Kraft, das kollektive Bewusstsein, aus dem heraus wir unsere Realität schaffen. Jeder spielt dabei eine bedeutende Rolle.


Mut zur Selbstbegegnung - sich bekennen zu dem was ist

Was braucht es letztendlich, um sich dieser Entscheidung stellen zu können? Wir brauchen vor allem Mut. Mut, um herauszufinden, was uns wirklich von innen her treibt und ständig reagieren lässt. Statt weiterhin Leidensmanagement zu betreiben, sollten wir uns ehrlich und aufrichtig zu dem bekennen, was in uns waltet und schaltet. In der Tiefe unseres kollektiven Bewusstsein, mit dem wir alle verbunden sind, führen die Ängste ihr Schattendasein und regieren letztendlich aus diesem unbewussten Geist heraus das Geschehen auf unserem
Planeten. Die Angst hat schon lange ihre Wächter aufgestellt und ihnen verschiedene Gesichter gegeben. In unserer Psyche zeigen sie sich als Gier und Geiz, als Eifersucht und Neid, als Macht und Ohnmacht und letztlich auch als Schuld und Scham. Um die Angst nicht spüren zu müssen, haben wir sie verdrängt. Wir lenken uns ab und zerstreuen uns, ergreifen die Flucht, wenn es unangenehm wird. Unsere wahren Bedürfnisse nach Liebe, Freude, Freiheit und Frieden erfüllen wir mittels Ersatzbefriedigungen. Mit einem Übermaß an Arbeiten, Essen, Alkohol, Sex, Sport und Konsum versuchen wir uns zu betäuben, so dass wir das Unerhörte und Unerlöste in uns nicht mehr wahrnehmen. Wir stecken es weg, und meinen, dass damit alles in Ordnung wäre. Wir haben nicht gelernt mit unseren niederen Emotionen umzugehen, geschweige denn sie zu erlösen und zu verwandeln . Erst wenn wir unseren Gefühlen und Regungen unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung schenken und sie annehmen und akzeptieren als das, was sie sind - unsere Empfindungen - erst dann treten wir in eine stärkende und befreiende Eigenverantwortung. Hier werden wir uns der Möglichkeit unserer freien Wahl bewusst und können statt zu reagieren, uns unserer konditionierten Muster bewusst werden und sie auflösen.
Dieses aufrichtige Sein mit uns selbst, das bedingungslose Annehmen unserer ungeliebten und verwaisten Anteile öffnet uns einem Weg, der uns herausführt aus den jahrtausendealten ausgetretenen Pfaden und auf einen neuen Kurs bringt. Angetrieben vom kreativen, evolutionären Impuls, den wir über unsere Intuition empfangen, werden wir zu verantwortungsvollen und bewussten Mitschöpfern des Lebens.


Spirituelle Intelligenz entwickeln - innere Anbindung stärken

Was wir brauchen ist eine neue Kultur der Selbsthinwendung und Gottesanbindung. Dabei wird es erforderlich sein, dass wir unsere Werte und höchsten Prioritäten in unserem Leben erkunden, gegebenenfalls neu definieren und uns entsprechend danach ausrichten. Durch eine konstante spirituelle Praxis im Alltag wie zum Beispiel durch Yoga, Meditation und Gebet stärken wir unsere innere Anbindung und erfahren so eine neue Steuerungsinstanz. In Krisenzeiten treffen wir dann unsere Entscheidungen nicht wie bisher aus Angst, sondern aus der Integrität unseres Selbst heraus. Wir bleiben in bewusster Verbindung mit unseren inneren Ressourcen, selbst wenn der Lärm der Welt lauter wird. In Krisenzeiten braucht es Menschen, die sich nicht in den kollektiven Angstsog ziehen lassen, die vielmehr wach und unbeirrt ihren Blick auf die höheren Ebenen des Seins gerichtet halten und aus diesem übergeordneten Sein heraus ihre Entscheidungen treffen. Wenn genügend Menschen aus solch einem Bewusstseinszustand heraus leben, trägt dies zur Stabilisierung des kollektiven Bewusstseinsfeldes bei.


Neues Wir-Bewusstsein

Mit gefühlten und gelebten Werten wie z.B. Frieden, Liebe und Freude vermögen wir eine neue Kultur und eine Gesellschaft zu formen, in der ein neues Wir-Gefühl entsteht, das getragen ist von Mitgefühl, Verbundenheit und schöpferischem Miteinander. Wir stehen an einem entscheidenden Punkt in unserer menschlichen Entwicklung. Noch nie waren die Möglichkeiten für Heilung und Transformation für uns Menschen so groß. Wenn wir uns dafür entscheiden und bereit sind, die damit einhergehende Verantwortung für uns Selbst und unser Umfeld zu übernehmen, dann können wir dem evolutionären Entwicklungsimpuls hinein in eine freiere Ebene des Seins folgen. Neue, auf Mitgefühl basierende Geschäfte und Institutionen werden entstehen, in deren Interessen der Mensch im Mittelpunkt steht und deren Aufgabe es sein wird, den Menschen zu dienen und sie in ihr wahres Potenzial und in ihre Kraft zu bringen. Aus dieser Gesinnung heraus und im Bewusstsein der Verbundenheit mit der Schöpfung und dem Schöpfer kreieren wir eine neue Form des Wirtschaftens - eine neue Wirtschaft, die Fülle und Reichtum für alle schafft, so wie es uns die Schöpfung - die Natur - schon seit ewigen Zeiten vormacht.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Du erschaffst, was du fühlst und du fühlst, was du denkst


Unsere Gedanken und unsere Gefühle sind die unsichtbaren Weber unseres Lebens. Das Gespinnst unserer Gedanken liegt wie ein Schleier um uns und verdichtet und formt sich zu unseren Lebenssitationen, zu dem, was sich für uns ereignet, wem wir begegnen und wie mir damit umgehen.

Alles, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten bekommt Energie und wächst. Unsere Absicht schafft einen Brennpunkt, in dem sich die Energie unserer Aufmerksamkeit bündelt. Dann interpretieren wir entsprechend unseren bisherigen Erfahrungen. Jede Interpretation ist eingefärbt von unseren Glaubenssätzen und Einstellungen.

Auf den Punkt gebracht heißt das:
Jeder Gedanke ist Energie und diese Energie hat eine bestimmte Frequenz. Positive Gedanken erzeugen positive Gefühle und hochfrequente Schwingungen. Wir fühlen uns gut, leicht und im Fluss und ziehen positive Situationen und Menschen an. Negative Gedanken ziehen negative Gefühle nach sich. Die negativen Gefühle bestärken negative Gedanken, ziehen negative Ereignisse und entsprechende Erfahrungen nach sich. Ein Teufelskreislauf, der nur dadurch zu unterbrechen ist, dass wir ihn als solchen erkennen und unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das zu lenken lernen, was wir erschaffen wollen.

"Jeder ist seines Glückes Schmied"

Dieses alte Sprichwort drückt es in einfachen Worten aus. Wir haben einen freien Willen und diesen können wir bewusst einsetzen, um glücklich zu sein. Doch vorher ist es wichtig, dass wir uns bewusst werden, dass wir auch die freie Wahl haben. In jeder Sekunde, in jedem Augenblick können wir uns für unser Glücklichsein entscheiden.

Alles, was wir erleben, was uns widerfährt, haben wir mittels unserer Gedanken und Gefühle geschaffen. Sowohl die schönen als auch die weniger schönen Momente. Allerdings sind wir uns dessen wenig bewusst. Das Leben in den Industrienationen ist überwiegend materialistisch geprägt und wir, als Kinder dieser Zeit, haben wenig oder kein Wissen über unseren Geist und unsere Seele vermittelt bekommen. Wie unser Geist funktioniert, welche geistigen Gesetzmäßigkeiten dem Leben zu Grunde liegen und welchen Einfluss unsere Gefühle und unser Denken auf unser Leben haben, können wir von asiatischen Kulturen lernen, die dieses Wissen über viele Jahrtausende hinweg lebendig gehalten haben.

"Das, was du säest, wirst du ernten"

Die Tatsache, dass wir mit unseren Gedanken unsere Lebenssituationen schaffen, macht uns zum Mitschöpfer und bringt eine Menge an Eigenverantwortung mit sich. Hier hört das Rollenspiel "Opfer-Täter" auf und wir können dabei sein beim großen Schöpfungsakt, als Schöpfer und auch als Geschöpf.

Wer mehr Freude in seinem Leben haben will, muss seine Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge im Leben richten und die Aufmerksamkeit von Mangel, Schuld und Sorgen abziehen.
Wer mehr Ruhe und Frieden in seinem Leben vorfinden will, muss in die Stille gehen und Frieden in sich selbst, in seinen Gedanken und Gefühlen herstellen.
Wer mehr Liebe in seinem Leben erfahren möchte, muss Liebe geben. Ja, in Liebe sein und das so oft wie möglich, mit sich selbst und anderen gegenüber.

Es ist ein geistiges Gesetz, dass wir das, wonach wir uns so sehr sehnen, zuerst säen müssen, Richten wir, entgegen der Norm, unseren Fokus vermehrt auf Fülle statt Mangel und auf Dankbarkeit und Freude, statt auf Unmut und Sorge, so machen wir dem Leben eine Liebeserklärung und wir können reichlich Früchte ernten, von dem, was wir gesät haben.

Schauen Sie sich Ihr Leben an. All das, was Sie vorfinden, haben Sie sich selbst geschaffen. Wow! Lassen Sie diesen Gedanken, diese Erkenntnis erst mal zu und auf sich wirken. Wenn Sie dann ein wenig beeindruckt sind, müssen Sie zugeben, egal wie Ihr Leben gerade aussieht, dass Sie da eine Fähigkeit haben, die schon ziemlich großartig ist.
Ok. Es gefällt Ihnen nicht alles, was Sie sich da geschaffen haben, aber das liegt ja daran, dass Sie es noch nicht besser wussten. Sie haben unbewusst Ihre Fähigkeit eingesetzt und damit eben Ergebnisse erzielt, mit denen Sie jetzt nicht so ganz zufrieden sind.
Die gute Nachricht ist, Sie können das ändern und ab jetzt Ihr Leben bewusster erschaffen und gestalten, indem Sie bewusster mit der Kraft Ihrer Gedanken, mit Ihrem Denken, umgehen lernen.

Das Leben neu denken

Wie das gehen soll? Ganz einfach, indem Sie mehr und mehr ihre Gedanken beobachten und lernen diese bewusst zu steuern. Statt wie gewohnt etwas negativ zu bewerten und sofort auch das negative Gefühl mit im Schlepptau zu haben, entscheiden Sie sich anders. Bewerten Sie nicht, lassen Sie es sein wie es ist. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie wirklich manifestieren wollen.

Nehmen Sie sich die Zeit und überlegen Sie sich, wovon Sie in ihrem Leben mehr haben bzw. wie Sie mehr sein wollen. Dann entscheiden Sie sich dafür. Schreiben Sie einen Beschluss. Formulieren Sie diesen positiv und setzten Sie Ihre Unterschrift darunter. Dies ist ein Vertrag mit Ihnen selbst. Er ist viel wirkungsvoller als jeder Vorsatz.
Hier ein Beispiel: Im Bewusstsein meiner freien Wahl entscheide ich (Ihr Name) ...................... mich für ein Leben in .......... (z.B. Freude, oder Friede oder Liebe oder Fülle etc.)
Legen Sie diesen Vertrag auf Ihren Nachttisch und lesen Sie ihn täglich morgens und abends.

So programmieren Sie sich selbst um. Ihr Unterbewusstsein wird einiges unternehmen, um das alte Programm aufrecht zu halten. Doch Sie lassen das nicht mehr zu. Sobald eine Siutation eintritt, die Ihnen nicht gefällt. Sagen Sie ok. das habe ich noch nicht bewusst und angemessen genug erschaffen. Das, was ich vorfinde ist jetzt ui ui (ui = uninteressant) - keine Bewertung, kein Widerstand, keine emotionale Verwicklung. Damit ziehen Sie ihre Aufmerksamkeit und somit Energie vom Thema ab und nähren es nicht mehr weiter. Dann wenden sie sich wieder den Dingen zu, die Sie manifestieren wollen. Geben Sie sich eine neue Chance. Auch das Laufenlernen hat länger gedauert :-)

Ich rate Ihnen, sich erst mal für einige Wochen auf diese mentale Diät einzulassen und mittels dem Ui-ui Ihren Fokus sofort wieder von dem abzuziehen, wovon Sie in Ihrem Leben bereits genug erschaffen haben.

Erlauben Sie sich neue Erfahrungen und denken Sie Ihr Leben neu, anders, so, wie sie es sich tief im Herzen wünschen.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.
Achten Sie darauf, was Ihrem Denken erfolgt.

In Freude mit Ihnen
Ihre
Bianka M. Seidl

Montag, 28. April 2008

Farbig geformte LebenserInnerungen


Schorndorf, 21. April 2008

Liebe Leserin, lieber Leser,


am vergangenen Samstag fand hier im Hause Heenar, in Schorndorf, der Workshop "Dein Leben als KunstWerk" statt. Die Teilnehmer kamen ohne große Vorkenntnisse hier an und wussten eigentlich auch gar nicht so genau, was sie hier erwarten würde. In dieser Offenheit und Unvoreingenommenheit begaben sie sich auf ihre Lebensreise und schöpften Lebenserinnerungen.

Ich habe meine Wahrnehmung während des Workshops in folgende Worte zusammengefasst:

Verwandlung

Gefühlte ErInnerungen wandeln sich in Farben. Der Pinsel nimmt sie auf, die Hand lässt sie ihre Form finden, mal kraftvoll, mal zart. Getragen von den Erinnerungen vergangener Zeiten, spricht die Seele in Farbklängen über ihre Erfahrungen und zukünftige Potenziale.

Das Malen der Lebensetappen ist ein inniger, ruhiger Prozess, bei dem die Malenden stark in Verbindung mit sich selbst stehen. Sie sind Kanal und Werkzeug.

Der Übergang vom Einsammeln der Erinnerungen im inneren Raum zum Ausdrücken im äußeren Raum ist fließend und fällt leicht. Kein Nachdenken, kein Zweifeln, nur ein Fühlen und ein Fließenlassen. Ohne Zögern greift die Hand zum Pinsel und zur Farbe und gibt sich dem schöpferischen Moment hin.
Die Malenden tauchen ein ins zeitlose Sein, geben sich dem kreativen Prozess hin und schöpfen Erinnerungen. Die Lust auf mehr davon wallt auf und schürt das kreative Feuer. Geschöpf und Schöpfer werden eins.

Es sind LebensKunstWerke entstanden, die Einblick und Ausblick gewähren und in Farbe und Form Zeugnis von der Großartigkeit des eigenen Lebens und des Lebens an sich, ablegen.
Zuhause, in den eigenen vier Wänden, stärken sie mit ihrer Präsenz die Verbindung zum Ganzen als ein KunstWerk - ein LebensKunstWerk.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den TeilnehmerInnen für Ihr Vertrauen in mich, als ihre Reisebegleiterin.

Donnerstag, 10. April 2008

"Helden der neuen Zeit" im Bayerischen Wald



"In uns liegen so viele verborgene Schätze, und wir ahnen gar nicht, wie viel Energie uns zur Verfügung stehen könnte, würden wir diese enthüllen und mit in unser Leben nehmen." Annette Rexrodt von Fircks, Frau des Jahres 2006

Schorndorf, 10. April 2008. Am vergangenen Wochenende traf sich eine kleine Gruppe von Lebenslehrlingen, um ihre Träume und auch Lebensschätze zu bergen. Getragen von der urigen Kraft des Landschaftsraumes und der Atmosphäre der liebevoll gestalteten Seminarräume fand jeder Teilnehmer/in sehr leicht und schnell den Zugang zur Gruppe. So manch einer konnte sich kaum vorstellen, dass es an einem Wochenende möglich sein sollte, sich selbst und seinem ureigensten Weg auf die Spur zu kommen. Dennoch ließen sich die Teilnehmer am Freitagabend auf diesen Prozess ein, der bis Sonntagnachmittag dauern sollte.


Das Gute, das Wahre, das Schöne in den Vordergrund geholt

Die Art der Präsentation, in Kombination mit dem Seminarskript und den gestellten Aufgaben und Übungen, ließen den ganzheitlichen Ansatz deutlich erkennen. Das, was anfangs wichtig und bedeutsam war, machte im Laufe des Seminars Platz für die wahren Herzenswünsche, für die seelischen Belange und für längst vergessene Träume und Visionen. Die Teilnehmer waren erstaunt darüber, wie sich ihr Wertebarometer dadurch veränderte, Sie erhielten weiterführende Aufgaben, wertvolle Tipps und praktische Hilfsmittel, um die gewonnenen Erkenntnisse über ihr Selbst integrieren und die beabsichtigte Veränderung nachhaltig im Alltag verwirklichen zu können. Ich, als Lebenslehrerin und auch Lebenslehrling, möchte mich auf diesem Weg nochmals herzlich für die interessanten, lehrreichen und bereichernden Stunden mit den Lebenslehrlingen bedanken. In meinen Augen sind sie die "Helden der neuen Zeit". Früher zogen die Helden aus, um Ruhm und Anerkennung zu finden. Heute kehren die Helden ein, um den Glanz, der früher in der Außenwelt gesucht wurde, im eigenen inneren Licht der Bewusstheit zu entdecken. Die Kraft für den Mut, der erforderlich ist, um die geschöpften Träume und Potenziale zu verwirklichen kommt aus der Seele, die sich weiterentwickeln will, hinein ins Unendliche und Ewige.

An diesem Wochende konnten wahre Schätze geborgen werden, die den Teilnehmer/innen Staunen und Begeisterung entlockten. Die Impressionen und Erkenntnisse wurden notiert und skizziert und in einem Lebensleitfaden, der in jede Handtasche/Jackentasche passt, zusammengefasst. In klaren, prägnanten und kurzen Sätzen wurde die Lebensausrichtung formuliert und niedergeschrieben. Ähnlich einem Reisepass, zeigt dieser Lebensleitfaden die Bestimmung, die Berufung, die wichtigsten Werte und die fünf größten Leidenschaften an. Ein Leichtigkeitsbarometer hilft schnelle und klare Entscheidungen treffen zu können, und ein Versprechen erinnert ans Loslassen von längst Überlebtem. Mittels einer einfachen Meditationstechnik konnten die "Helden" erlernen, wie der Geist zu disziplinieren ist, damit das Gefäß, unser Bewusstsein, geleert werden kann.
Gemäß einem chinesischen Sprichwort kann mit einem vollen Gefäß nicht geschöpft werden. Wie wahr, wie wahr. Die alten Chinesen waren ganz schön weise.

Ich möchte Euch ermutigen, Eure Kommentare hier einzubringen. Gerne antworte ich darauf. Seien es Bedenken, Anregungen oder einfach Feedbacks. Schreibt mir Eure Erfahrungen und auch die Herausforderungen, die entstehen, wenn eine/r mit einem großen Schatz aufgetaucht, in eine Welt, in der viele behaupten: innere Schätze, die gibts doch gar nicht.

Herzlicht Eure Bianka M. Seidl

P.S. Remember: It is only the beginning ...






Dienstag, 29. Januar 2008

Aus der Praxis


Liebe Leserin, lieber Leser,

da ich oft gefragt werde, wie meine Arbeitsweise in der Praxis aussieht, möchte ich hier an dieser Stelle einen Praxisbericht einstellen. Ich hoffe, dass damit zumindest ein kleiner Einblick für Sie möglich wird. Da ich Freude am Schreiben habe, werde ich in nächster Zeit öfter von meinen Projekten hier im Blog berichten. Schauen Sie von Zeit zu Zeit wieder mal vorbei.

Ich wünsche Ihnen ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Ihre Bianka M. Seidl


Bühne frei für die Erlebniswelt Farbe

Vor einigen Jahren lernte ich den Farben-Fachmarkt Riedl auf eine Empfehlung hin kennen. Ich war gerade umgezogen und suchte Farben für mein neues Zuhause. Beim Betreten der großen Halle empfing mich ein Flair von „dolce vita“. Es roch nach geröstetem Kaffee, der ebenso zum Kauf angeboten wurde wie kulinarische Köstlichkeiten und erlesene Weine. In der Ausstellung fanden sich vereinzelte Designermöbel und etliche großrahmige Bilder von einem Künstler aus der Region. Ich begann zu zweifeln, ob ich hier richtig war und sah mich suchend um. Ein freundlicher Mann kam mir entgegen, Thomas Riedl, der Inhaber. Mit offenem Blick hieß er mich willkommen und erkundigt sich nach
meinen Wünschen. Dann führte er mich zu einem Sortiment hochwertiger Farben und Lacke und beriet mich ausführlich und fachkundig. Am Ende des langen Gesprächs über farbliche Gestaltungsmöglichkeiten hatte ich außer den Farben auch noch ein Gemälde erstanden!

Thomas Riedl hatte einige Jahre zuvor den florierenden Malerhandwerksbetrieb seines Vaters übernommen und seitdem beharrlich an dessen Wachstum gearbeitet. Baulich zeigte sich das in einem großen Hallenneubau, der an das alte Gebäude angegliedert worden war und der den Fachmarkt für Malerbedarf aufnahm. Dabei war es dem vielseitig interessierten Unternehmer wichtig gewesen, seinen eigenen Stil ins Unternehmen einzubringen. Zugleich lag ihm sehr daran, das Image des Maler- und Lackiererberufs zu reformieren; seine Mitarbeiter wurden zu kreativen Wandgestaltern. In den ersten Jahren war die Auftragslage sehr gut. Doch der Strukturwandel des Marktes und das veränderte Konsumverhalten der Kunden – viele von ihnen waren nun samstags in den großen Baumärkten zu finden – machten eine grundlegende Veränderung notwendig.

Thomas Riedl wandte sich an mich als Coach und Beraterin. „Tief in mir war der Wunsch, ich selbst zu werden. Das muss wohl die Frage nach dem Sinn des Lebens sein“, formulierte der Unternehmer später seine wahre Motivation. Und es gab weitere Beweggründe im persönlichen Bereich, wie der Mangel an Zeit für seine Familie und für kreative Betätigung. In Coaching-Gesprächen wurde ihm deutlich, dass er sich zahlreichen Zwängen unterwarf, was Tag für Tag viel Kraft kostete. Fragen wie: "Was gibt und was nimmt mir Energie?" sollten den Unternehmer mehr zu sich bringen. Fest im Terminkalender eingeplante Rückzugszeiten ermöglichten die Selbstreflexion. Es erforderte Mut, sich selbst zu begegnen und zu erkennen, dass es eine Menge behindernde Vorstellungen gab und viele Aktionen nur Reaktionen waren, weit entfernt von Selbstbestimmtheit.

In der zweiten Phase ging es darum, den inneren Veränderungsprozess effektiv im Außen zu unterstützen. Wir gingen einen unkonventionellen Weg und bedienten uns des Raumes als Spiegel. Im Fachmarkt fand sich ein Sammelsurium an besonderen und zuweilen skurrilen Objekten. Doch wo war der rote Faden, der die Bereiche einte und in eine klare Richtung wies?

Anhand der Raum- und Grundrissanalyse wurden auch hier die Begrenzungen und Stolpersteine sichtbar, die der Entfaltung des Potenzials im Wege standen. Die Untersuchung zeigte vor allem ein verletztes Zentrum. Genau dort befand sich in der Halle eine große Stahltreppe, die zu einer Galerie führte. Wie auch bei der menschlichen Mitte, sollte dieser Platz klar definiert und frei sein, da von hier alle Kraft kommt. Das ist ein Ansatz der asiatischen Lehre des Feng Shui, die - richtig angewandt - ein sehr wirkungsvolles Werkzeug ist.

Nach gründlichem Abwägen der wirtschaftlichen Zumutbarkeit ergab sich als erste und wichtigste bauliche Maßnahme, mit der begonnen werden sollte: das Verschieben der Treppe aus dem Zentrum heraus. Es gab eine Reihe verstandesmäßiger Gründe, die dagegen sprachen und schließlich doch den Entschluss, es einfach vertrauensvoll zu tun. Einmal vollzogen, kam Bewegung ins Spiel und der betriebliche Strukturwandel nahm mit Leichtigkeit seinen Lauf. Auf die Frage, wie der Unternehmer diese Art des Veränderns empfand, antwortete er: „Es schafft Klarheit, gibt Struktur und bringt Orientierung.“

Im nächsten Schritt galt es, einen starken Energiefluss zu stoppen, der das Hallengebäude in zwei Hälften teilte, was seine Entsprechung in einer Unentschlossenheit im Unternehmen hatte. Die Lösung: Eine dreiteilige Wasserwand, an der das Wasser aus fünf Meter Höhe nach unten in ein Becken fließt. Am Rand des Beckens laden integrierte Sitzplätzen zum Verweilen ein. Insgesamt hatten die baulichen Veränderungen große positive Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Dinge kamen nachhaltig in Fluss. Unter den Mitarbeitern kristallisierten sich ganz klar diejenigen mit Veränderungswillen heraus.
Sie blieben voller Überzeugung dem Unternehmen treu.

Der Fachmarkt wurde bewusst verkleinert und verfeinert. Er fand seinen Platz im alten Gebäude, in dem jetzt auch eine kreative Malerwerkstatt entsteht. Dort kann der Kunde Farbe erleben und mit professioneller Unterstützung - inspiriert von der Atmosphäre - selbst seine Farbträume verwirklichen. Attraktive Mottowochen machen den Werkstattbesuch zum Ateliererlebnis. Ausgesuchte Möbelstücke, Kunstgegenstände und pfiffige Accessoires prägen nach wie vor das einzigartige Ambiente. Die große Halle leerte sich und es entstand Frei-Raum. Hierzu sagt Thomas Riedl rückblickend: „Es war erst möglich, Neues entstehen zu lassen, nachdem der Raum dafür geschaffen war. Zuerst geistig und dann real.“ Dieser Freiraum ist mittlerweile zur Bühne für den Ideenreichtum des Inhabers geworden. Hier finden Inszenierungen statt, die die Kunden zu kreativen Mitakteuren machen. Das Unternehmen schreibt sehr gute Jahresabschlusszahlen. Ein hochmotiviertes Mitarbeiterteam erlebt sich als wesentlich beteiligt an der Verwirklichung einer Vision, die wie ein Puzzle Stück für Stück sichtbar wird und langsam Gestalt annimmt.

In Fluss kommen und im Fluss bleiben – das ist das Zaubermittel. Ein Weg, der, einmal beschritten, fließend zur Essenz führt.